Sensorische Integrationstherapie



Die sensorische Integrationstherapie hat sich in den letzten Jahren als Basistherapie einen Namen gemacht. Ziel dieser Therapie ist es, Auffälligkeiten in der Wahrnehmung zu mildern oder gar zu normalisieren.
Therapieverlauf

Zunächst wird vor dem eigentlichen Therapiebeginn der Betroffene genau beobachtet. Da der Therapeut auf den Betroffenen eingeht, ist eine genaue Schilderung des Therapieverlaufs an dieser Stelle nicht möglich und kann nur an ein paar Beispielen erklärt werden. Wichtig ist jedoch immer, dass die Therapie dem Betroffenen Spaß macht und die sensorische Integrationstherapie erfordert vom Therapeuten Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl.
Beispiel: Berührungsängste abbauen

Manche Autisten lassen sich nicht berühren. Ziel ist es daher zunächst, eine Körperstelle zu finden, an dessen Stelle der Betroffene Berührung zulässt. Manche Autisten lassen sich gern die Füße massieren oder dulden eine leichte Berührung am Nacken. Andere lassen sich mit einem Schwamm berühren oder anderen Gegenständen (Feder, Kugel etc). Bereitet das dem Betroffenen Freude, wird die Berührung wiederholt, wenn nicht, muss die Art und Weise (z.B. einen anderen Gegenstand nehmen) verändert oder der Druck verringert oder erhöht werden.
Beispiel: Kleidungsstücke annehmen

Es gibt Autisten, die auf den Armen keine Kleidung vertragen und selbst im Winter nur kurzärmelige Kleidung tragen. Hier wird schrittweise mit verschiedenen Stoffen experimentiert, mit denen die Arme berührt werden. Nimmt der Betroffene eine solche Handlung an, wird die Berührung weiter ausgebaut, wenn nicht, muss nach anderen Möglichkeiten gesucht werden.

Zurück