Aufmerksamkeits-Interaktionstherapie

Hellmut Hartmann, ein bekannter deutscher Autismusforscher und selbstverständlich auch Therapeut stellte die Therapieform erstmalig 1986 vor. Es handelt sich hierbei um eine Zwei-System-Theorie aus Bekanntem und Neuem.

Kontaktaufnahme

Der Therapeut beginnt zunächst damit, Verhaltensweisen bzw. Äußerungen (Laute) des Betroffenen zu imitieren und findet damit einen ersten Zugang zum Betroffenen. Diese Form der (ersten) Kontaktaufnahme könnte man auch mit "Spiegeln" bezeichnen. Nach und nach werden die vom Betroffenen gezeigten Verhaltensweisen vom Therapeuten leicht variiert. Das kann eine winzige Änderung in der Bewegung oder eine leicht veränderte Lautäußerung oder auch nur eine etwas andere Betonung sein. Der Betroffene nimmt die Änderung nicht als bedrohlich oder angsteinflößend wahr und wird stattdessen neugierig gemacht.

Bekanntes mit Neuem verknüpfen

In der nächsten Phase hat der Betroffene die Möglichkeit, seinerseits den Therapeuten zu imitieren. Durch die Wiederholung der Bewegungen des Therapeuten wird die neue Bewegung zu etwas Bekanntem. Schrittweise wird der Betroffene durch die Verknüpfung von Bekanntem und Neuem auf "normale" Bewegungen umgestellt.

Die Aufmerksamkeits-Interaktionstherapie gewann in den letzten Jahren zahlreiche Anhänger und Anwender und gilt als besonders schonend.

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