Wie funktioniert das mit der Autismusberatung?

„Wie funktioniert das mit der Autismusberatung?“ – Das wollten zahlreiche interessierte Eltern wissen, die sich am Abend des 9. Mai 2016 im Clubraum der Humboldthöhe in Vallendar einfanden.

Frau LRSD' apl. Prof. Thümmel, Leiterin des Förderreferats in der ADD Koblenz und zuständig für die Inklusion von Schüler_innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf und für Schüler_innen mit Autismus gab anhand von Beispielen aus dem Feld autistischer Schüler eine Einführung in das Thema. Gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin, der Förderschulrektorin Frau Müller-Vasic stellte sie sich den zum Teil sehr spezifischen Fragen der Anwesenden und sprach über allgemeine Voraussetzungen, Regeln und Gelingensfaktoren der Autismusberatung, aber auch über die Verantwortung der Familien und „Wege aus der Komfortzone“. Eltern konnten die zahlreichen logistischen und pädagogischen Klippen erkennen, die im Beratungsfeld auf die Autismusberater warten. Die Autismusberater sind eine Kompetenz-Schaltstelle zwischen Schulen und Eltern im Auftrag der Schulaufsicht. Runde Tische haben sich besonders gut bewährt, um das Setting für einen individuellen Nachteilsausgleich - ggf. auch unter Beteiligung von Jugendämtern - zielführend  zu vereinbaren. Das erfordert eine hohe und breitgefächerte Fachkunde und ist äußerst zeitaufwendig, so dass der Einsatz eines Autimusberaters im Rahmen des verfügbaren Budgets nicht immer spontan möglich ist. Die ADD ist aber um eine zeitnahe Beratung bemüht. Schulen müssen die Berater anfordern, wenn Eltern das wünschen.

Die beiden Vorsitzenden Frau Auer und Frau Jensen dankten beiden Damen sehr herzlich – sowohl für die Teilnahme an der Veranstaltung, als auch für den unermüdlichen Versuch, für unsere autistischen Kinder immer wieder tragfähige individuelle Lösungen zu schaffen, damit auch sie eine gute und angemessene Schulbildung erhalten können.

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