Familienentlastender Dienst

Unser Familienentlastender Dienst, kurz FeD, wurde im Jahr 2004 für Familien mit autistischen Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen gegründet. Der noch nicht abgeschlossene Aufbau wird vom Bundesland, von den Pflegekassen und vom Westerwald-Kreis gefördert. Der FeD unterliegt der Gesetzgebung nach SGB XII, § 45b.
 
Für die Entwicklung der Kinder ist das Leben in der Familie eine sehr wünschenswerte Situation.  Allerdings liegt damit die Hauptbelastung der Erziehung, Betreuung und Pflege bei Eltern und Geschwisterkindern. Um sich im häuslichen Alltag von der Rund-um-die-Uhr-Fürsorge zu entlasten, brauchen viele Familien neben einer Beratung auch praktische Hilfe. Der Anspruch auf Persönlichkeitsentfaltung gilt auch für die Eltern und Geschwister. Er darf nicht an der Behinderung eines Kindes scheitern und langfristig zum Verzicht auf die Verwirklichung eigener Interessen und zum Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben führen.
 
Neben der individuellen Förderung der autistischen Menschen gibt es deshalb eine für alle Familien erreichbare, mobile, individuell abrufbare und zugleich verlässliche Hilfe durch ehrenamtliche Betreuer, welche die Familien bei der Betreuung „ihrer“ Autisten unterstützen und so auch die familieninternen Kraftreserven schonen helfen. Diese Hilfe wird durch unseren FeD möglich.

Die Betreuerinnen und Betreuer werden vor Beginn der Betreuung in autismus- spezifischen Schulungen von einer Heilpädagogin ausgebildet, d. h. alle  Betreuer und Betreuerinnen besitzen Autismuserfahrung! Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist eine Zuerkennung von erhöhtem Betreuungsbedarf durch die Pflegeversicherung. Das ist auch für Kinder ohne Anspruch auf eine Pflegestufe möglich.
 
Eine strukturierte Information zum Konzept des Familienentlastenden Dienstes und zu den organisatorischen Abläufen im FeD sowie eine Übersicht über das Schulungsangebot finden Sie hier: