Autismus - Übersicht

Unter dem Hauptthema Autismus finden Sie Informationen zu Autismus. Zum autistischen Spektrum gehören Kanner-Autismus (auch Kanner-Syndrom), frühkindlicher Autismus, atypischer Autismus, Asperger-Syndrom (auch Asperger-Störung) und High Functioning Autism. Lesen Sie, welche Unterschiede in den einzelnen Störungen bestehen und welche Merkmale auf Autismus hinweisen. Wir stellen Ihnen mögliche Therapieformen vor, die auch von Eltern aufgenommen werden können. Weitere Themen: Online-Selbsttest, begleitende Störungen von Autismus wie zum Beispiel das Rett-Syndrom, das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS), das Tourette-Syndrom, aber auch Autismus gepaart mit Hochbegabung.

Markante Auffälligkeiten

Autismus beinhaltet ein ganzes Spektrum an Einzelsymptomen. Leider sind es gerade diese Einzelsymptome, die eine Diagnose so schwierig macht. Warum sollen Eltern beunruhigt sein, weil ihr Kind mit knapp drei Jahren noch nicht spricht? Jedes Kind hat schließlich irgendwann sprechen gelernt, hören Eltern aus dem Bekanntenkreis. Selbst Kinderärzte machen Ausagen wie: "Das wächst sich aus! Lassen Sie Ihr Kind erst einmal in den Kindergarten gehen, dann redet es schon."

Andere Aussagen hören Eltern, wenn es sich um die Spezialinteressen ihres Kindes handelt. "Was habt ihr für ein aufgewecktes Kind!" hören sie aus dem Verwandtenkreis, weil der vierjährige Junge alle Automarken und deren Typen und Modelle korrekt benennen kann. Oder ein Mädchen wird gelobt und bestaunt, weil es im Alter von nicht einmal drei Jahren das Kartenspiel UNO wie ein Erwachsener beherrscht und ganz nebenbei auch noch zu lesen beginnt.

Gefangen in der eigenen psychischen Welt

Mit Autismus bezeichnet man den Rückzug in die eigene psychische Welt, was der Schweizer Psychiater Bleuler bereits im Jahre 1911 beschrieben hat. Das Symptom des Rückzuges ist auch bei schizophrenen Menschen zu beobachten.

Während sich die einen komplett der Außenwelt entziehen und ein Herankommen fast unmöglich ist, "erstarren" andere nur in bestimmten, meist ungewohnten Situationen oder in einer fremden Umgebung. Manche ziehen sich in "ihre Welt" zurück, wenn sie gerügt werden oder etwas nicht so ist, wie sie es gewohnt sind.

Der Rückzug kündigt sich bei den weniger Betroffenen meistens an und beginnt mit einem starren Blick in eine Richtung, dies kann auch der direkte Blick in die Augen des Gegenübers sein. Als nächstes ist der Autist nicht mehr anzusprechen. Das heißt, die zu ihm gesprochenen Worte werden zwar gehört, aber nicht mehr verarbeitet. Jetzt können noch Tics folgen wie etwa ein ständiges Kopfschütteln, das Hin- und Herschaukeln auf einem Stuhl oder auch ein Selbstverletzen wie zum Beispiel sich selbst in die Hand beißen oder - im wahrsten Sinne dieses Wortes - mit dem Kopf gegen die nächste Wand rennen. Weiterhin können Aggressionen folgen wie zum Beispiel Schlagen oder Treten.

Weitere Störungen

Der Rückzug in sich selbst ist eine Seite des Autismus. Weitere Störungen im Bereich der Kommunikation, Wahrnehmung, Bewegung und im Verhalten können noch hinzukommen. Lesen Sie dazu bitte unter Erkennungszeichen weiter.

Autismus kann auch eine Bereicherung sein

Autismus unter Gelehrten

Unter Wissenschaftlern und anderen Gelehrten findet man auch Autisten (zumeist Menschen mit Asperger-Syndrom bei hoher Intelligenz), denen durchaus einige Erfindungen und wissenschaftliche Erkenntnisse zuzuschreiben sind. Es gibt Internetseiten, auf denen man nachlesen kann, welche heute lebenden, bekannten Persönlichkeiten autistisch sein sollen.

Es werden Namen verstorbener Wissenschaftler genannt oder die Namen bekannter Künstler ins Spiel gebracht. Da wir vom Regionalverband WeMi solche Behauptungen weder beweisen können noch unterstützen möchten, werden wir an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen.

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Bedeutet Autismus wie Rainman zu sein?

Wer das erste Mal über den Begriff Autismus stolpert, zuckt entweder bedauernd mit den Schultern oder denkt sofort an den Film „Rain-Man“, in dem Dustin Hoffman mit seinem ganzen schauspielerischen Können wirklich gelungen und authentisch einen Autisten darstellt. Jedoch: Wie bei vielen anderen Behinderungen und Krankheiten, gibt es auch bei Autismus leichte bis schwere Störungen. Nicht jeder Autist verhält sich wie „Rain-Man“, nicht jedem Autisten sieht man die Behinderung sofort an.

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